Nachhaltig, mobil und unabhängig

Energiemanagement im Katastrophenfall

Zwischen Altenstadt und Brunnthal entsteht derzeit das portable Energiemanagement System der Zukunft. Das Herz des modular aufgebauten Systems bildet eine Brennstoffzelle. Für VINCORION Insights haben wir den Projektteams in der Entwicklung über die Schulter geschaut.

Sowohl im zivilen Katastrophenfall als auch im militärischen Einsatz kommt es auf jede Sekunde an: Binnen kürzester Zeit müssen Infrastrukturen in nahezu jedem Gelände auf- und wieder abgebaut, aber natürlich auch betrieben werden können. Das Herzstück einer jeden Infrastruktur – ob Zeltlager oder Feldlager – ist eine zuverlässige Energieversorgung. Und diese sollte nicht nur sofort einsatzbereit sein und hohe Leistungsbereiche abdecken. Sie sollte vor allem auch fernab des konventionellen Stromnetzes funktionieren und kurzfristig an einen anderen Standort verlagert werden können. An der Lösung für ein derartiges Energiemanagement System für Verteidigungs-, Rettungs- und Katastrophenschutzkräfte arbeiten gleich zwei Technologie-Experten aus Deutschland.

Know-how zukunftsweisend bündeln

Die SFC Energy AG und VINCORION kombinieren eine nachhaltige und hocheffiziente Stromversorgung über Brennstoffzellentechnologie mit dem modularen Energiesystem P2M2. „Dazu erweitern wir unseren Prototypen mit Eingangs-, Ausgangs-, und Speichermodul um ein Brennstoffzellenmodul“, erklärt VINCORION-Projektleiter Fidelius Zürnbauer. Das bestehende Gehäuse des Mechatronik-Spezialisten auf die EFOY Pro 12000 Duo Brennstoffzelle von SFC Energy anzupassen, ist dank genormter 19-Zoll-Rack-Bauweise problemlos möglich. So bleibt das gesamte Energiemanagement System kompakt, platzsparend im Aufbau und einfach zu warten. „Am Ende soll die Lösung mit ihrem geringen Gewicht, ihrer hohen Leistungsdichte bis zu 500 Watt, ihrem geringen Verbrauch und ihrer sofortigen Einsatzbereitschaft beispielweise das Technische Hilfswerk oder die Polizei überzeugen“, fasst Fidelius Zürnbauer zusammen.

Nachhaltig und hocheffizient

Somit stellen die beiden Partner den unterschiedlichsten Anwendern eine kraftvolle dabei aber leicht zu transportierende Lösung zur Verfügung. Im P2M2-Modul sorgt die Brennstoffzellen-Technologie für eine dauerhafte und zugleich umweltfreundliche Energieversorgung. Sie emittiert keine schädlichen Abgase wie Stickoxide (NOx), Kohlenmonoxid und keinen Feinstaub. Im Gegensatz zu konventionellen Generatoren arbeitet sie weitaus leiser und aufgrund der geringen Anzahl beweglicher Teile extrem verschleißarm. Dies sorgt zugleich für einen längeren Lebenszyklus. Muss die SFC-Brennstoffzelle am Ende ersetzt werden, ist sie zu 95 % recyclebar. „Brennstoffzellen sind für die autarke Energieversorgung fernab des konventionellen Stromnetzes die perfekte Lösung. Einsatzkräften steht ortsunabhängig dauerhafter, umweltfreundlicher Strom für ihre Anwendungen zur Verfügung. Gleichzeitig sorgt die signifikante Gewichtsreduzierung und der geringe Verbrauch für entscheidende Kosten- und Logistikeinsparungen“, sagt René Hofmann, Projektleiter bei SFC Energy.

Hochmotiviert arbeiten beide Teams daran, den hohen Anforderungen der Anwender gerecht zu werden. Schaltpläne, 3D-Modellierung und der gesamte mechatronische Plan sollen noch im Frühling fertiggestellt sein. Anwender haben dann bereits im Jahresverlauf 2021 die Möglichkeit, das P2M2-Modul einzusetzen. Dass sich die Zusammenarbeit durch Corona anders gestaltet, als zunächst gedacht, ist für die Projektteams dabei kein Hindernis. „Das P2M2-Modul ist das Ergebnis der hohen Innovationskraft zweier starker Partner. Konsequent haben wir das Energiemanagement-System an den Anforderungen der Einsatzkräfte ausgerichtet. Wir freuen uns, dieses wichtige Projekt gemeinsam mit VINCORION zum Erfolg zu führen und unsere jeweiligen Kompetenzen bündeln zu können“, sagt René Hofmann.

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