Corona hat 2019 nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung auf zahlreichen Märkten geprägt. Auch bei den unternehmensinternen Abläufen, in der Produktion, im Kundenkontakt und im Forschungs- und Entwicklungs-Netzwerk gelten nun andere Anforderungen. Und so hat auch das renommierte Aviation Forum kurzfristig seinen Weg ins Web gefunden. Sales Aviation und Customer Support waren dabei. Unsere Sales Managerin Maren Mente zieht ein Fazit des Online-Formats und ordnet für VINCORION Insights Trends und Herausforderungen in der Luftfahrt ein.

Ich bin mit voller Leidenschaft in der Luftfahrtbranche zu Hause. Intelligente Energielösungen für maximale Flugsicherheit und Umweltschutz, effiziente und robuste Systeme und Komponenten – hier wir können auf jede Menge Know-how zurückgreifen und sind u.a. Partner der beiden großen Flugzeughersteller. Aber die Branche ist im Wandel, und das nicht erst seit COVID-19. Digitalisierung – z.B. smart Boarding –, Sustainability, Green Flight, Zero-Emission. Für frische Denkanstöße und zum Netzwerken mit unseren Kunden und denjenigen, die es werden wollen, ist das Aviation Forum immer eine gute Gelegenheit. 2020 eigentlich geplant als Heimspiel. Am Ende digital.

Business Speed Dating und Ghosting

Über die virtuelle Event-Plattform Grip wurden vom Veranstalter, der IPM AG, Bühne und digitale Messestände eingerichtet – inklusive Teilnehmer- und Speaker-Profilen, digitalem Messeauftritt mit Unternehmensprofilen und Kontakt-Warteraum für Anfragen. Das heißt schon im Vorfeld deutlich mehr Vorbereitung, als es bei der klassischen Messe sonst der Fall ist: Profil anlegen, pflegen, Profile scannen, Kontakte anfragen und aufbauen, Zeitpläne erstellen, mit dem Team abstimmen. Denn anders als auf dem Gang, am Stand oder bei der Abendveranstaltung einer klassischen Messe kann ich mit den anderen Teilnehmern und Unternehmen nur dann in Kontakt treten, wenn sie das auch zulassen. Ghosting auf Business-Ebene – aber dafür eben auch umgekehrt eine schnelle und effiziente Vernetzungsmöglichkeit mit interessanten Kontakten und interessierten Kunden. Und viele Location Wechsel mit coolen Home-Offices und Büroansichten.

Vernetzungsmöglichkeit

Das sichere Gefühl an Bord

Die verschiedenen Vorträge und Panel Diskussionen inklusive Live-Kommentarfunktion haben mir nochmal neue Denkanstöße mitgegeben. Dominierendes Thema war dabei natürlich Corona. Eine ganze Branche beschäftigt sich damit, wie sie vom Boden zurück in die Luft kommen kann. Ein Baustein: Mehr Sicherheit und Hygiene an Bord vermitteln. Ein weiterer Impuls, wenn auch nicht neu: Fliegen muss auch mit Blick auf Nachhaltigkeit attraktiver werden. An elektrischen Antrieben und den passenden Energiesystemen arbeiten auch wir bei VINCORION. Raumsparende und energieeffiziente Komponenten wie Heater und Icing-Controller und Fußbodenplatten mit beheizbarer, schnittfester Oberfläche sind dafür die erste Grundlage.

Mein Fazit

Inhaltlich: Dass Flugzeuge kein Ansteckungsherd sind und sich Passagiere auch mit Blick darauf an Bord nicht nur wohl, sondern vor allem auch sicher fühlen müssen, ist ein Weg aus der Krise der Branche. Ein anderer sind die technischen Entwicklungen, die sich bereits angedeutet haben: Nachhaltiges Fliegen mit elektrischen Antrieben und Energiesystemen, alternative Kraftstoffe, kleineren Maschinen und wartungsarmen Fuhrparks.
Organisatorisch: Das digitale Aviation Forum und ähnliche Formate sind gute Alternativen in kontaktbeschränkten Corona-Zeiten und das Format der Zukunft gerade für kleinere Kongresse. Die persönliche Komponente und (beharrliche) Zufallsbegegnungen sind aber langfristig unabdingbar.
Übrigens: So ein digitales Veranstaltungsformat lässt sich nicht „nebenbei“ im Büro besuchen. Eine räumliche Distanz zum Schreibtisch und den täglichen To-dos und Anrufen – etwa im Home-Office, im Miet-Büro oder speziellen Konferenzraum – ist wichtig.

Konferenzraum

Fotos: VINCORION, Aviation Forum/IPM AG

Was braucht es, damit aus Vision Wirklichkeit wird? Technisches Know-how, jede Menge Engagement und ein klares politisches Bekenntnis.

Flexibler, leistungsfähiger, vernetzter: Die Ansprüche an die Verteidigungssysteme in den kommenden Jahrzehnten werden immer höher. Das liegt vor allem an den veränderten, globalen und unvorhersehbaren Einsatzszenarien, an Hochtechnologie wie etwa Hyperschallwaffen und 360-Grad-Raketentechnologie. Mit dem Taktischen Luftverteidigungssystem TLVS haben Regierung und Unternehmen in Deutschland eine Zukunftsvision gezeichnet, die schon bald Realität werden könnte. Und diese Vision haben deutsche Unternehmen auch bereits teilweise entwickelt: Missionsspezifische Abwehrraketen, erweitere Sensorfähigkeiten, hochentwickelte Software-Algorithmen und höhere Cyber-Sicherheit. So wird das System das erste integrierte Luftverteidigungssystem sein, das mehrere Bedrohungen – auf kurze und mittlere Distanz – simultan verfolgen und abfangen kann und somit einen umfassenden 360-Grad-Schutz ermöglicht.

Autonome und unterbrechungsfreie Energieversorgung

Dazu braucht es Stromversorgungssysteme, die den enormen Leistungsbedarf effizient und flexibel abdecken. Nur so kann garantiert werden, dass das TLVS in allen zukünftigen Einsatzszenarien zuverlässig mit Energie versorgt wird, aber eben auch mit minimalen Kraftstoffverbrauch und Nachschublogistik. Ein wesentlicher taktischer und ökonomischer Vorteil in der Jahrzehnte langen Nutzung. So sind neben besonders effizienten Dieselaggregaten die Commercial Power Interfaces, die einen parallelen Betrieb an vorhandenen Stromnetzen ermöglichen, ein Steckenpferd unserer VINCORION-Energiesysteme. Robust, erprobt, langlebig und zuverlässig können so alle Energiesysteme für TLVS betrieben werden – sowohl autonom über ein Grundaggregat als auch unterbrechungsfrei über das öffentliche Netz.
Als Herzstück des TLVS gilt dabei der neue Gefechtsstand MC4IS. Hier muss in jeder Situation zuverlässig und ausreichend Energie zur Verfügung stehen. Dafür werden alle verfügbaren Energiequellen über ein Aggregat in die passende Form umgewandelt und nutzbar gemacht. Entscheidend dabei ist, dass alle Komponenten dafür so platz- und gewichtssparend angelegt werden, dass sich das Energiesystem den knappen Einbauraum mit weiteren technischen Systemen des 20-Fuß-ISO-Steuerungs-Containers teilen kann.

Forderung an die Politik: Technologiestandort Deutschland stärken

Das Know-how und die Komponenten dahinter kommen unter anderem aus dem Hause VINCORION. Besonders der Unternehmensstandort im bayerischen Altenstadt mit seiner Expertise in Sachen Energie Management sicherheitskritischer Systeme und Plattformen kann hier ein zuverlässiger Partner sein.
„Deutsche und europäische Großprojekte wie das TLVS sind Innovationstreiber für die gesamte wehrtechnische Industrie in Deutschland und ein bedeutender Beitrag zur NATO“, betont Managing Director Dr. Stefan Stenzel. Auch deshalb hat sich die Bundesregierung im Haushaltsentwurf 2021 zum Projekt bekannt. „Was fehlt, ist die finanzielle Untermauerung dieses Bekenntnisses – ein klares Signal in Richtung der Unternehmen und insbesondere auch der Zulieferindustrie, um die Wettbewerbsfähigkeit des Technologiestandorts Deutschland zu festigen.“ Die Botschaft aus Altenstadt, Wedel und Essen, den deutschen VINCORION-Standorten, ist klar: Als zuverlässiger Partner sicherheitskritischer Infrastrukturen und Systeme der Bundeswehr, als innovativer Mechatronik-Spezialist und als wichtiger Wirtschaftsfaktor an den Standorten in drei Bundesländern ist man bereit für Next-Level-Verteidigungssysteme.

Next-Level-Verteidigungssysteme

Die Stromversorgung ist eine kritische Herausforderung für den taktischen Einsatz von Hochenergiewaffen in der Drohnenabwehr. Konventionelle Energiequellen sind dabei schnell von Spitzenlasten und Lastwechseln überfordert. Eine Lösung bieten Hybridsysteme mit intelligenten Energiespeichern, die VINCORION am Standort im bayerischen Altenstadt entwickelt.

Die Kontrolle des Luftraums ist ein entscheidender Erfolgsfaktor in den Einsatzszenarien der Zukunft. Eine immer wichtigere Rolle spielen dabei Unbemannte Flugsysteme (UAVs), deren Fähigkeiten sich derzeit rasant entwickeln – sei es für den Kampfeinsatz, zur Überwachung und Aufklärung oder für logistische Zwecke. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass die Abwehr von UAVs einen festen Bestandteil künftiger Abwehr- und Verteidigungsstrategien darstellt.

Vielfältige Bedrohungsszenarien

Die Bedrohung geht hierbei nicht nur von technisch hochentwickelten Spezialdrohnen aus, sondern beispielsweise auch von Schwärmen zahlreicher kleiner und verhältnismäßig billiger Drohnen. Diese ermöglichen es Angreifern, mit vergleichsweise geringen Ressourcen große Schäden zu verursachen.

Konventionelle, munitionsbasierte Abwehrsysteme werden zukünftig weniger geeignet sein, um einer zunehmend asymmetrischen Bedrohungslage durch Drohnenangriffe zu begegnen, insbesondere wenn diese in intelligenten Schwarmverbünden eingesetzt werden. Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist hierbei, dass der Einsatz von hunderten Schuss kostspieliger Spezialmunition oder gar von Abwehrraketen auch ökonomisch kaum darstellbar ist. Sicherheitspolitisch besonders kritisch ist dabei, dass bereits mit sehr geringen finanziellen und organisatorischen Mitteln, bestehende teure konventionelle Abwehrsysteme übergangen werden können. Somit können in Zukunft vermehrt unvorhersehbare Lücken in der Verteidigung von Menschen und Infrastruktur entstehen.

Als besonders wirkungsvoll gegen sämtliche Arten von Drohnenangriffen gelten dagegen Hochenergiewaffen, die ihre Ziele durch enorme Energieeinwirkung – etwa per Laser oder mit anderen, zum Beispiel elektromagnetischen Impulsen – zum Absturz bringen. Ein besonderer Vorteil des Lasers ist, dass dieser mit dem sogenannten „Deep Magazine“ Konzept über einen quasi unbegrenzten und kostensparenden Munitionsvorrat verfügt. Um eine einsatztaugliche Bekämpfungskadenz zu erreichen muss lediglich ausreichend Energie für die Puls-Phasen bereit stehen.

Wenn ich der Feind wäre würde ich auf Ebay gehen und so viele Quadcopter für 200 bis 300 Dollar kaufen, wie ich könnte und die so lange auf uns schicken, bis uns die Patriot-Raketen ausgehen.

General David Perkins, US Army

Die Grenzen konventioneller Energiequellen

Eine kritische, aber oftmals vernachlässigte Herausforderung für diese Systeme stellt jedoch genau diese einsatztaugliche Energieversorgung dar. Dies gilt insbesondere mit Blick auf Größe, Gewicht und Integrationsfähigkeit, ihre taktische Transportfähigkeit, die Nachschub- und Treibstoffversorgung sowie die Ausfallsicherheit.

Die Anforderungen an die Energieversorgung resultieren aus der technischen Funktionsweise der Abwehrsysteme: Soll eine Drohne eliminiert werden, erfordert der Abschuss punktuell eine extrem hohe Energieladung. Gemessen an seiner Wirkleistung beansprucht ein Laser kurzfristig die dreifache Menge Energie für das gesamte System. Gleichzeitig muss jedoch beachtet werden, dass die Systeme während ihrer gesamten Lebensdauer nahezu vollständig im Bereitschaftsmodus verharren und so im Grundlastbetrieb einen signifikant geringeren Energieverbrauch haben.

Konventionelle Energiequellen wie Bordstromgeneratoren oder Hilfsaggregate sind von den hohen Spitzenlasten und rasanten Lastwechseln schnell überfordert und drohen auszufallen. Selbst die Energieversorgung in Feldlagern und auf Schiffen kann den enormen Leistungsbedarf oft nur unzureichend abdecken, wodurch auch kritische Hauptsysteme oder der Eigenschutz gefährdet werden.

Die Lösung: Hybridsysteme mit intelligentem Speicher

Eine zukunftsfähige Lösung versprechen die Hybridsysteme von VINCORION, die sich für die speziellen Anforderungen der Hochenergiewaffen konfigurieren lassen. Die Energiesysteme bestehen aus drei Komponenten: einem konventionellen Generator, einem Hochleistungsenergiespeicher und einem intelligenten Energiemanagementsystem. Dieser Aufbau ermöglicht es, mit einem minimalen Einsatz von Primärenergie und einem am realen Lastprofil ausgelegten Hybridspeicher den nötigen Puffer für den Launch eines Lasereffektors bereitzustellen sowie die gesamte Pulse-Phase innerhalb der benötigten Bekämpfungskadenz.

Zu den Lösungen, die speziell an das jeweilige Abwehrsystem angepasst werden können, gehört zum Beispiel das portable Energiemanagementsystem P2M2 (Portable Power Management Module). Das flexible System ist in der Lage, alle verfügbaren Energiequellen zu nutzen. Es lässt sich mit mehreren Speichermodulen verknüpfen und je nach Einsatzsituation variabel an verschiedenste Ausgangsmodule anschließen – so auch an mobile Hochenergiewaffen in der Drohnenabwehr. Bei Bedarf lassen sich zudem mehrere P2M2 Module zusammenschalten.

Passgenaue mechatronische Lösungen – seit mehr als 60 Jahren

Die Entwicklung stützt sich auf das technische Know-how von VINCORION in der Erzeugung, dem Management und der Speicherung von Energie in zivilen und militärischen Anwendungsbereichen. Die Marke bündelt seit 2018 die mechatronischen Kompetenzen des Jenoptik-Konzerns und vereint mehr als 60 Jahre erfolgreiche Unternehmensgeschichte.

Why ship defect components thousands of miles overseas from Europe for repair when another solution is right around the corner? This is where VINCORION customer support comes into play. Thomas Paustian, head of VINCORION customer support, states: “VINCORION is the one-stop Integrated Logistics Support (ILS) strategic partner for overseas companies that want to start or have already started defense businesses in Europe and are looking for an innovative service approach. This applies to companies in the US as well as in Asia.”

For OEM overseas companies active in Europe – e. g. for the US Army in Ramstein, Germany – working with VINCORION’s service eliminates the need to ship defective parts overseas or to open their own internal MRO/ILS facility in Europe. VINCORION provides comprehensive technology expertise and broad support capabilities throughout the entire product life cycle including obsolescence management for up to 40 years.

US Army in Ramstein, Germany

Conveniently Accessible

For overseas companies active in Europe, Paustian also stresses how conveniently accessible from all over Europe VINCORION customer support is: “The Port of Hamburg, Hamburg Airport, German railway freight yard, and one of the main German highways are all within a range of 20 miles.”

Decades of Experience

With more than 60 years of experience in military and civil engineering, 120 VINCORION customer support staff work on third-party solutions and VINCORION products. They provide ILS services for 150 platforms and 850 customers. 7,000 orders per year keep the customer support unit busy. As vital evidence of the company’s military expertise, VINCORION fulfills all relevant MIL standards and has all essential certifications in order to ensure further business in other NATO countries. In addition to defense and security, VINCORION’s customer support is active in the civil aviation and rail markets.

When it comes to ILS in various scopes, overseas companies find a strong and reliable partner in VINCORION.

Thomas Paustian, head of customer support

Exclusive License for AWACS Rotodome Maintenance

Since 2000, VINCORION has been the only company licensed by Boeing to maintain AWACS rotodomes for all NATO states. The advantages are obvious: substantial cost reductions, faster repair times, and shorter off-duty periods. “We are proud to support NATO in the upkeep of their crucial airborne early warning and control system aircraft. This successful partnership has stood for 19 years now,” explains a team member of the AWACS rotodome program at VINCORION. In addition to the AWACS rotodome, VINCORION also services radomes for the TORNADO, Transall C160, NH 90, EF 2000, and NUCAV.

A Broad Performance Portfolio

Another VINCORION key service capability for overseas companies is the MRO of electric machines. A prominent use case is the maintenance of the third-party main generator in the heavy lift transport helicopter CH53. For overseas OEMs, a strategic partnership with VINCORION in the form of an umbrella contract can go beyond MRO. The company has the capability to play an integral part in the logistics stream of an OEM. In other words, VINCORION offers complete ILS. The European hub services can include expert consultation, training, and field support. Dedicated MRO expertise range from diagnostics and reconditioning to maintenance, repair, and modification. An overseas European ILS package can also include spare-parts supply, packaging, handling, storage, and transport.

A Broad Performance Portfolio

What You Get

The benefits are numerous. Overseas companies can minimize management attention and please their customers with short lead times. Furthermore, the administration for transport, import, export, and customs issues is significantly reduced. Frequent customers confirm that during ILS, VINCORION naturally meets schedules and delivers excellent service quality and, in addition, even provides product improvements and developments during the support chain – added value as a by-product.

Customers can rely on VINCORION obsolescence management. Engineers and technicians ensure support for a product or system life cycle for up to 40 years. Spare parts and expertise are kept at hand to maintain uptime for decades.

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